Smart Cities – Montpellier gehört jetzt auch dazu!

In Kunst und Kultur by Petit piaf0 Comments

Unter der Dachbezeichnung French Tech werden diejenigen vereint, die gemeinsam für die Entwicklung innovativer Start Ups arbeiten. Investoren, e.V., Angestellte, Unternehmen… Montpellier ist mit dabei.

© Marie Urdiales

Seit einem Jahr gehört Montpellier zu den mittelerweile 17 ausgesuchten French Tech Hochburgen Frankreichs. Besonderheit eines French Tech Ortes: Hier wird eine ganze Stadt bzw. ein ganzer Distrikt zum Inkubator für e-Unternehmen. Diese Initiative, 2013 von der französischen Regierung ins Leben gerufen, hat es sich zum Ziel gesetzt, Frankreich zu einem europäischen Pionier in Sachen Start Up zu machen. Als wäre das ganze Land ein Sillicon Valley, investieren Staat aber auch private Partner in junge, erfolgversprechende Unternehmen, um sie zu unterstützen.
Montpellier Metropole gehörte 2014 zu den ersten neun ausgesuchten Städten. Tatsächlich agierte hier bereits eine junge, aktive Generation, um alle möglichen Anwendungsbereiche neuer Technologien zu entdecken, zu entwickeln, und markttauglich zu machen. Ein Jahr nach offiziellem Start der French Tech scheint Montpellier gut profitiert zu haben von dieser gerade in Frankreich doch recht neuen Art der Föderation. Im letzten Magazin der Stadt, dem PR Blatt von Montpellier, konnte man lesen, dass hier mehr als 1300 Unternehmen mit über 15.000 Arbeitnehmer eine der dynamischsten Community des Landes bildeten. Immer gerne in Superlativen schwelgend schwärmte die südfranzösische Stadt von ihren Erfolgen in der e-Welt. Tatsächlich scheint zumindest in Sachen Arbeitsplätze die French Tech ihr Versprechen gehalten zu haben: + 5,6 % neue Arbeitsplätze wurden in Montpellier 2015 geschaffen (laut offiziellem Infoblatt der Metropole), womit Montpellier national gleich hinter Nantes kommt.

Geld und Hoffnung

Die digitale Welt gilt (nicht nur) in Montpellier als zukunftsweisend in Sachen wirtschaftliche Entwicklung. Entsprechend beteiligen sie (sich?) alle, Metropole aber auch Unternehmen wie die Post, die Bahn, oder die Uni, amAbenteuer „French Tech“. Lokale, Hilfe bei der Suche nach Partnern, Unterstützung bei der Auslandsprospektion, die Möglichkeiten, jungen Start Ups bei ihrer Entwicklung zu helfen sind zahlreich und werden, so scheint es, auch wahrgenommen. So stand z.B. das Videospiel 2015 im Zentrum der Bemühungen, drei Veranstaltungen rund um das Thema fanden hier statt (In Game, Digiworld Summit, und Digiworld Week) und Montpellier war eine Woche lang Hauptstadt dieser speziellen neuen Welt.

Parallel installiert sich die e-Welt aber auch ganz konkret in der Stadt, für alle sichtbar, nicht nur für die Geeks. So wird das ehemalige Rathausgebäude dieses Jahr jungen Start Ups zur Verfügung gestellt (wofür??) , und eine Schule, die spezifische Ausbildungen in digitalen Technologien anbietet, gibt es mittlerweile auch. Ferner (aber das wissen noch die wenigstens Montpellieraner) ist die Stadt involviert in das große, weltweite Smart City Programm. Vom Computerriesen IBM ins Leben gerufen, soll das Projekt dazu führen, dass aus Städten Smart Cities werden, Städte, die moderne Technologien nutzen, um urbane Lebensräume umwelt- und bürgerfreundlicher zu gestalten. In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, unterstützt von zwei Universitäten der Stadt, der lokalen Industrie und Start-ups, will man herausfinden, in welchen Gebieten Digitaltechnik wie eingesetzt werden kann, damit Städte effizienter werden. Noch liegen keine Ergebnisse oder konkrete Anwendungen vor. Aber in der e-Welt kann sich das schnell ändern.

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